Günstige Antennen: Unterschied zwischen den Versionen

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= Blitzschutz bei Außenantennen =
= Blitzschutz bei Außenantennen =
Blitzschutz
Es sollte unterschieden werden zwischen
1. dem was aus Brandschutzgründen sinnvoll ist
2. dem was sinnvoll ist, damit Schaden an der eigenen Elektrik klein bleibt
Brandschutz:
Mit Blitzschutz/Erdnung muss alles versehen werden, was mit seiner Spitze
entweder mehr als 150cm vom Gebäude seitlich absteht
oder sich außen am Gebäude auf dem Dach und innerhalb von 200cm unterm Dachrand ("Regenrinne") befindet.
Also: Wenn auf dem Dach, auch am Rand: Erden. Wenn abstehend: erden.
(Philsophische Diskussionen um Geräteschuppen und Nurdachhäuser überlasse ich mal anderen)
Wie erden? Mindestens 4mm^2 "Grüngelb" ("massiver Kupferdraht"), 6mm^2 sind sicher nicht verkehrt.
Problem: Nanostation&Co haben gar keine Erdungsklemme, aber der neue TP-Link CPE210 schon.
Abhilfe vorerst: Standrohr mit Schelle erden. Falls Montage "eisenlos" erfolgt: feuerverzinktes Lochblech aus dem Baumarkt ("Zaunbau"), deutlich größer als die eigene anlage direkt dahinter dübeln und den dann erden. Das ist zwar eigentlich Pfusch und/oder überflüssig. Aber man wird sich dann nicht vorwerfen lassen können, irgendwas versäumt zu haben.
Nur wohin jetzt mit dem anderen Ende des Grüngelb? An die Potentialausgleichschiene!
Wenn schon eine ordentliche Antennenanlage unterm Dach vorhanden ist, dann ist das kein Problem.
Aber so schön ist die Welt selten, denn meist findet man zwar noch ein paar andere Antennenanlagen, aber nach Murphy haben die keinen Blitzschutz.
Die muss man dann strenggenommen gleich "mitsanieren".
Früher konnte man mit einer Klemme an ein Fallrohr gehen, aber in Zeiten wo die aus Diebstahlgründen aus Kunststoff sind oder bei Defekt schnell durch Kunststoffteile ersetzt werden: Schlechte Idee!
Wenn aber eine metallene Dachrinne vorhanden ist, dann muss die ebenfalls geerdet sein (hoffentlich....) da kann man sich mit einer gammelsicheren (feuerverzinkten) Klemme andocken.
Und wenn alles nichts hilft: Im Haus unterm Dach eine kleine Ausgleichschiene montieren (der nächste Installateur wird es einem danken) und von da einen 16mm^2 Grüngelb bis zum Hausanschlussraum führen, wo es von Elektro, Wasser&Co die große Potentialausgleichsschiene geben sollte.
Wenn es auch die nicht geben sollte: Dann sollte man dringend mit dem Gebäudeeigentümer Kontakt aufnehmen und fragen, wie er einen Stromanschluss für das Gebäude abgenommen bekommen hat.
EOS-Protection
Überspannungsschutz gegen Spannungsspitzen ist ein ziemlich mühseliges Unterfangen, für das man beliebige Mengen Geld investieren kann, ohne jemals einen 100%-Schutz zu erreichen.
Insbesondere sei hier erwähnt, dass Überspannungsschäden nicht nur von Antennen, sondern auch von "Kabeln ins Nachbargebäude" oder "Kabeln in den anderen Gebäudeflügel" drohen. Einfach weil das HF-Antennen sind, die die Sekundärinduktionen von entfernten Blitzeinschlägen auffangen.
(Was auch das häufigste Schadenszenario ist. Also nicht "Einschlag im eigenen Dach", sondern "Blitzeinschlag in Straßenbaum" oder "im gut geerdeten Schornstein im Hochhaus gegenüber".
Grundsätzlich gilt: Switches benützen, die vom Hersteller mit Varistoren und Funkenstrecken für midestens(!) 2kV, besser 6kV ausgelegt sind.
Gibt es schon im Preisbereich ab 50€, wenn man bei z.B. Netgear oder TPLink in den Bereich "Vollblech" schaut.
Dabei das Netz segmentieren, in der Hoffnung, dass der Puls nicht so weit kommt.
Wer es ganz besonders sicher mag, der verbindet Stockwerke und Gebäude nur per Lichtwellenleiter. Gibt da eine ganze Industrie, die dafür Lösungen verkauft.
Überspannungs-230V-Zwischenstecker aus dem Einzelhandel werden von vielen Elektrikern als Bachblüten-Therapie bezeichnet.
Effektiver ist es in der Tat, in den Elektro-Unterverteilungen und Patchfeldern Funkenstrecken einzubauen.
Und hochsensible Systeme werden wie beschrieben optisch entkoppelt und bekommen ihren 230V über eine echte Online-USV.
Aber soetwas kostet Geld... und ist auch in den Betriebskosten teuer, weil die Wandler mit rund 15-20% Verlust zu Buche schlagen und nur die Hütte heizen.
Wenn man sehen will, wie soetwas "richtig" geht, dann schaut man sich die EMP-festen Führungsstellen an alten USAF-Flugplätzen an, die hier und da noch stehengeblieben sind.
Lese-Material:
http://www.elektrohamann.de/downloads/Antennenblitzschutz.pdf
Freundlicherweise im Forum von adorfer zusammengeschrieben.


= Omni-Antennen =
= Omni-Antennen =

Version vom 26. Oktober 2014, 23:09 Uhr

Vor dem Anschluss der Antenne, erlaubte Sendeleistung berechnen und Router einstellen.

Grundlagen

Wenn Antennen Distamzen überbrücken sollen, gilt nicht nur das eine Sichtverbindung wichtig ist.
Auch die Höhe der Antenne kann eine Rolle spielen, da eine "bauchige" Keule der Strahlung möglichst ohne Hindernisse sein sollte.
Der Effekt wird als Fresnel Zone bezeichnet.

Blitzschutz bei Außenantennen

Blitzschutz

Es sollte unterschieden werden zwischen

1. dem was aus Brandschutzgründen sinnvoll ist
2. dem was sinnvoll ist, damit Schaden an der eigenen Elektrik klein bleibt

Brandschutz: Mit Blitzschutz/Erdnung muss alles versehen werden, was mit seiner Spitze entweder mehr als 150cm vom Gebäude seitlich absteht oder sich außen am Gebäude auf dem Dach und innerhalb von 200cm unterm Dachrand ("Regenrinne") befindet.

Also: Wenn auf dem Dach, auch am Rand: Erden. Wenn abstehend: erden. (Philsophische Diskussionen um Geräteschuppen und Nurdachhäuser überlasse ich mal anderen)

Wie erden? Mindestens 4mm^2 "Grüngelb" ("massiver Kupferdraht"), 6mm^2 sind sicher nicht verkehrt.

Problem: Nanostation&Co haben gar keine Erdungsklemme, aber der neue TP-Link CPE210 schon. Abhilfe vorerst: Standrohr mit Schelle erden. Falls Montage "eisenlos" erfolgt: feuerverzinktes Lochblech aus dem Baumarkt ("Zaunbau"), deutlich größer als die eigene anlage direkt dahinter dübeln und den dann erden. Das ist zwar eigentlich Pfusch und/oder überflüssig. Aber man wird sich dann nicht vorwerfen lassen können, irgendwas versäumt zu haben.

Nur wohin jetzt mit dem anderen Ende des Grüngelb? An die Potentialausgleichschiene! Wenn schon eine ordentliche Antennenanlage unterm Dach vorhanden ist, dann ist das kein Problem. Aber so schön ist die Welt selten, denn meist findet man zwar noch ein paar andere Antennenanlagen, aber nach Murphy haben die keinen Blitzschutz. Die muss man dann strenggenommen gleich "mitsanieren". Früher konnte man mit einer Klemme an ein Fallrohr gehen, aber in Zeiten wo die aus Diebstahlgründen aus Kunststoff sind oder bei Defekt schnell durch Kunststoffteile ersetzt werden: Schlechte Idee! Wenn aber eine metallene Dachrinne vorhanden ist, dann muss die ebenfalls geerdet sein (hoffentlich....) da kann man sich mit einer gammelsicheren (feuerverzinkten) Klemme andocken.

Und wenn alles nichts hilft: Im Haus unterm Dach eine kleine Ausgleichschiene montieren (der nächste Installateur wird es einem danken) und von da einen 16mm^2 Grüngelb bis zum Hausanschlussraum führen, wo es von Elektro, Wasser&Co die große Potentialausgleichsschiene geben sollte. Wenn es auch die nicht geben sollte: Dann sollte man dringend mit dem Gebäudeeigentümer Kontakt aufnehmen und fragen, wie er einen Stromanschluss für das Gebäude abgenommen bekommen hat.

EOS-Protection Überspannungsschutz gegen Spannungsspitzen ist ein ziemlich mühseliges Unterfangen, für das man beliebige Mengen Geld investieren kann, ohne jemals einen 100%-Schutz zu erreichen.

Insbesondere sei hier erwähnt, dass Überspannungsschäden nicht nur von Antennen, sondern auch von "Kabeln ins Nachbargebäude" oder "Kabeln in den anderen Gebäudeflügel" drohen. Einfach weil das HF-Antennen sind, die die Sekundärinduktionen von entfernten Blitzeinschlägen auffangen. (Was auch das häufigste Schadenszenario ist. Also nicht "Einschlag im eigenen Dach", sondern "Blitzeinschlag in Straßenbaum" oder "im gut geerdeten Schornstein im Hochhaus gegenüber".

Grundsätzlich gilt: Switches benützen, die vom Hersteller mit Varistoren und Funkenstrecken für midestens(!) 2kV, besser 6kV ausgelegt sind. Gibt es schon im Preisbereich ab 50€, wenn man bei z.B. Netgear oder TPLink in den Bereich "Vollblech" schaut. Dabei das Netz segmentieren, in der Hoffnung, dass der Puls nicht so weit kommt. Wer es ganz besonders sicher mag, der verbindet Stockwerke und Gebäude nur per Lichtwellenleiter. Gibt da eine ganze Industrie, die dafür Lösungen verkauft. Überspannungs-230V-Zwischenstecker aus dem Einzelhandel werden von vielen Elektrikern als Bachblüten-Therapie bezeichnet. Effektiver ist es in der Tat, in den Elektro-Unterverteilungen und Patchfeldern Funkenstrecken einzubauen. Und hochsensible Systeme werden wie beschrieben optisch entkoppelt und bekommen ihren 230V über eine echte Online-USV. Aber soetwas kostet Geld... und ist auch in den Betriebskosten teuer, weil die Wandler mit rund 15-20% Verlust zu Buche schlagen und nur die Hütte heizen. Wenn man sehen will, wie soetwas "richtig" geht, dann schaut man sich die EMP-festen Führungsstellen an alten USAF-Flugplätzen an, die hier und da noch stehengeblieben sind.

Lese-Material: http://www.elektrohamann.de/downloads/Antennenblitzschutz.pdf Freundlicherweise im Forum von adorfer zusammengeschrieben.

Omni-Antennen

Eine sehr gute Antenne im Omni Bereich und für Hausdächer ist die TP-Link TL-ANT2412D WLAN Antenne (12 dBi, outdoor)
Diese ist schon für ca. 33€ inclusive Versand zu finden und sehr robust.


Eine kleinere Omni Antenne für den Außenbereich an Hauswänden ist beispielsweise beim Variastore zu bekommen.

http://www.ebay.de/itm/WLAN-OMNI-Antenne-Outdoor-9dBi-2-4GHz-Omniantenne-RPSMA-/180665349322?pt=DE_Computing_Richtantennen&hash=item2a107e74ca


Panel Antennen

Panel Antennen sind Yagi Antennen vor zu ziehen, da diese gezielter nach "vorne" ausstrahlen können.
Gute Panel Antennen findet man schon für 25€ inclusive Versand (12 dBi, outdoor)

Selbstbauprojekte

Heise beschreibt hier ein sehr schönes Projekt für eine DIY Richtfunkantenne für WLAN, inkl. Test mit OpenWRT
http://www.heise.de/netze/artikel/WLAN-Richtfunk-mit-Hausmitteln-221433.html